Wie funktioniert die Entfernung einer Tätowierung mit einem Laser?

Das Tattoo-Areal wird mit hochenergetischen Laserstrahlen behandelt. Die Energie wird von den Farbpigmenten absorbiert (je nach Wellenlänge des Lasers), diese erhitzen sich enorm schnell und „verpuffen” schlagartig, das heißt die Farbpigmente werden durch den Laserstrahl zersprengt (vaporisiert). Man nennt dieses Verfahren „selektive Photothermolyse”, da man mit dem Laserstrahl selektiv die Farbpigmente ansteuern kann und mittels Laserstrahl ausschließlich diese Pigmente vaporisiert, ohne die darüberliegende Haut zu schädigen. Es kann aber immer nur eine bestimmte Schicht mit dem Laser bearbeitet werden, deshalb sind mehrere Sitzungen notwendig. Mit jeder Sitzung blasst das Tattoo ein bisschen mehr ab, bis es schlussendlich verschwindet. Man „verpufft” also immer nur die oberflächlichste Schicht der Farbpigmente in der Haut und muss sich so Sitzung für Sitzung bis zur unteren Schicht vorarbeiten. Die zerstörten Pigmente sind nach der Behandlung extrem klein und können von unserem Immunsystem abgebaut und ausgeschieden werden.

Ein Laser benutzt ein festgelegtes Wellenspektrum, deshalb benötigt man gerade bei farbigen Tattoos mehrere Laser um das gesamte Farbspektrum abzudecken. Je nach farblicher Beschaffenheit des Tattoos können bis zu drei Laser benötigt werden. ie Behandlung selbst ist nicht sehr schmerzhaft. Der Laserimpuls ist vergleichbar mit einem kleinen Gummiband, das auf die Haut geschnippt wird. Durch gute Kühlung des Areals ist die Behandlung jedoch kaum noch spürbar. Sollten trotzdem noch Schmerzen oder Mißempfindungen auftreten, kann man das zu behandelnde Gebiet mit einer lokalen Betäubungscreme vorbehandeln, um Schmerzfreiheit zu erreichen.