Indikationen

Das SHR System wurde entwickelt, um den immer größeren Ansprüchen der dauerhaften Haarentfernung gerecht zu werden. Durch seine speziell auf die dauerhafte Haarentfernung ausgerichtete Technologie kann man nahezu alle Hauttypen behandeln und das größte Spektrum an Haarfarbe, Haartiefe und Haardurchmesser entfernen. Neben der rein ästhetischen, gibt es auch zahlreiche medizinische Indikationen für eine dauerhafte Haarentfernung. Man sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass die Haarentfernung nicht die Ursache entfernt, sondern lediglich das ästhetische Erscheinungsbild verbessert. Der Übergang zwischen einer normalen Behaarung und einer Überbehaarung ist fließend und meist subjektiv. Dennoch kann man, gleich welche Indikation, die lästigen Haare entfernen und Ihnen durch ein besseres äußeres Erscheinungsbild mehr Wohlbefinden und Selbstvertrauen geben.

Hypertrichosen (Überbehaarungen)

Das Wachstum der Haare unterliegt mehreren Faktoren, welche die Wachstumszyklen, deren Dauer und die Beschaffenheit der Haare beeinflussen. Hormone, Schwangerschaften, die Ernährung oder das natürliche Altern verändern die Haare und ihr Wachstum. Äußerst exzessiver Haarwuchs stellt man vor allem bei Menschen mit hormonellen Störungen fest. Der hormonelle Einfluss auf die Haare lässt sich auf Rezeptoren an den Haarstammzellen für das jeweilige Hormon begründen. Ist die Ausschüttung gewisser Hormone krankhaft verstärkt, oder auch nur erhöht, kommt es zu einer übermäßigen Stimulation der Haarstammzellen und somit zu verstärktem Wachstum der Haare. Man unterscheidet bei den Hypertrichosen zwischen erworbenen und angeborenen. An angeborenen Hypertrichosen leiden die Patienten von Geburt an, sie sind genetisch festgelegt und kausal auch nicht zu beeinflussen. Ursachen für erworbene Hypertrichosen können mannigfaltig sein. Medikamente oder Hormone können eine übermäßige Behaarung auslösen. Häufig ist in der Zeit nach der Menopause mit einer übermäßigen Behaarung zu rechnen, aufgrund von Umstellungsvorgängen im Körper und Hormonveränderungen. Die Überbehaarungen können lokal (begrenzt auf ein Körperareal) oder generalisiert (den gesamten Körper betreffend) vorkommen.

Ein paar Beispiele von Hypertrichosen

Kongenitale Hypertrichosis lanuginosa

Der gesamte Körper weist feine ca. 20 cm lange silbrig-graue bis blonde Haare auf.

Erworbene Hypertrichosis lanuginosa

Kann bei Hormonveränderungen, auch paraneoplastischer Genese auftreten.

Kongenitale generalisierte Hypertrichose

Vor allem bei Männern, vermehrte Behaarung im Gesicht und am Rumpf. Deutliche Zunahme an Dicke, Menge und Länge der Haare. Gerade bei Frauen kann diese Form der Überbehaarung sehr belastend sein.

Umschriebene sakrale Hypertrichose

Überbehaarung mit Terminalhaaren im Bereich des Steißbeines.

Nävoide Hypertrichose

Meist solitäre, gut umschriebene Naevi (Leberflecke) mit Terminalhaaren.

Medikamentös induzierte Hypertrichose
(durch Medikamente verursacht)

Grundsätzlich wird der Haarwuchs durch Hormone oder Präparate gefördert, die eine androgene Komponente in ihrer Wirkung zeigen. Eine diffuse Hypertrichose können z.B. Glukokortikoide, Minoxidil, Diazoxid, Cyclosporin A und Danozol hervorrufen. Ein Hirsutismus kann durch Anabolika, ACTH, Androgene oder Gestagene ausgelöst werden.

Hirsutismus

Hierbei handelt es sich um eine pathologische (krankhafte) Mehrbehaarung der Frau nach dem männlichen Behaarungsmuster. Vor allem an der Oberlippe, Kinn, Brust, Bauch und der Innenseite der Oberschenkel. Hiervon sollte man die Virilisierung unterscheiden. Eine Virilisierung liegt dann vor, wenn der gesamte weibliche Körper sich in die männliche Richtung differenziert.

Pseudofolliculitis Barbae

Jedes Haar wächst in einem bestimmten Winkel aus der Haut. Je stumpfer der Winkel, umso größer ist die Gefahr, dass das Haar nach dem Rasieren mit der Spitze wieder in die Haut einwächst und sich entzündet. Dies kann in jeder Körperregion zu Pusteln oder Papeln führen, die unschön und schmerzhaft sind. Gerade wenn man lockiges Haar besitzt und sich oft rasiert ist die PFB sehr häufig. Dies ist besonders im Gesichts-, Gesäß-, Steiß- und Schambereich sehr störend und extrem schmerzhaft. Durch entfernen der Haare in diesen Regionen treten diese entzündlichen Veränderungen nicht mehr auf.