Funktionsweise

Grundlagen

Licht wird von schwarzen/dunklen Gegenständen resorbiert (die Energie wird aufgenommen) und von hellen reflektiert (zurückgeworfen). Deshalb erwärmen sich auch schwarze Gegenstände unter der Sonne (z.B. ein schwarzes Auto). Dieses Phänomen nutzt die Lasertechnologie bei der Haarentfernung. Die Haare besitzen Farbpigmente (auch Chromophore genannt), die sie von dem umgebenden Gewebe unterscheiden. Diese Pigmente machen die Haare dunkel und sind der Angriffspunkt aller Laser/Lichtquellen. Man unterscheidet in der Haarentfernung unterschiedliche Arten von Pigmenten (Chromphore): Carbon (exogenes Chromophor = von außen zugeführtes Farbpigment), nach dem Entfernen der Haare mithilfe von Wachs wird eine carbonhaltige Lotion in die Follikel eingerieben und anschließend mit dem Laser behandelt. Dies führt, ähnlich einem natürlichen Pigment, zur Schädigung der Haarfollikel mittels Photothermolyse (Schädigung durch Erhitzung des Pigments). Hämoglobin (=Blutfarbstoff), besitzt eine von den anderen Pigmenten unterschiedliche Wellenlänge und kann somit gezielt bei der Behandlung ausgespart werden. Dies führt zu einer Minimierung der Nebenwirkungen (z.B. Reizungen der Haut). Melanin (=Farbpigment der Haut und Haare), kommt natürlicherweise in der Haut und im Haar vor und bestimmt deren Farbe. Man unterscheidet zwei Arten von Melanin im Haar:

  • Eumelanin, das dem Haar die braune oder schwarze Farbe gibt.
  • Pheomelanin, das dem Haar die blonde oder rote Farbe gibt.

Bei der Laserhaarentfernung dringt das hochenergetische Licht in die Haut ein und erwärmt gezielt die dunklen Partikel. Helle Hautstrukturen werden nicht beeinträchtigt. Da gerade dunkles Haar viel Farbpigment (meist in der Wachstumsphase) besitzt, resorbieren diese Strukturen sehr viel Energie und erwärmen sich kurzzeitig sehr stark. Diese Erwärmung führt zur endgültigen Zerstörung des Haarfollikels, ohne das umgebende Gewebe zu beeinträchtigen. Aus diesem Grunde ist es auch optimal, wenn das Haar dunkler als die Haut ist. Je heller das Haar, umso höher muss die Energie gewählt werden, um die Follikel dauerhaft zu zerstören. Je dunkler die Haut umso niedriger muss die Energie gewählt werden, damit keine Nebenwirkungen auftreten. Da gerade in der Wachstumsphase (anagene Phase) die Matrixzellen sich in ihrer empfindlichen Proliferationsphase befinden kann eine hohe Erfolgsrate garantiert werden. Die Matrixzellen werden durch die starke Hitzeentwicklung denaturalisiert und es wächst kein Haar mehr nach. Die SHR Technologie nutzt noch eine weitere Eigenschaft aus, die die Behandlung sicherer und effizienter macht. Durch hochfrequente Lichtimpulse wird die Energie in den melaninhaltigen Strukturen stark erhöht, das umliegende Gewebe aber geschont. Da dunkle Pigmente die Energie nicht nur aufnehmen sondern auch für kurze Zeit speichern erhöhen hochfrequente Lichtblitze die resorbierte Energie in den Haarfollikeln. Das umliegende Gewebe kühlt viel schneller ab wie das dunkle Haar und wird somit überhaupt nicht beeinflusst. Aus diesem Grunde ist die SHR-Haarentfernung effizient und extrem nebenwirkungsarm.


Funktionsweise

Die Suche nach einer schnellen und effizienten Haarentfernung hat zur Entwicklung und Benutzung vieler verschiedener Licht/Laserquellen geführt. Was alle Geräte gemein haben ist, dass sie ein Zielchromophor (Farbpigment) im Haarschaft nutzen, um das Haar mitsamt der Wurzel zu zerstören. Dieses Chromophor kann entweder endogen – im Körper vorhanden – vorkommen (z.B. Melanin) oder exogen – von außen – zugeführt werden (Karbonsuspensionen, Photosensibilisierer oder Färbemittel). Der Erfolg der Haarentfernung hängt wesentlich von der zugeführten Energie ab. Das zu verwendende Gerät sollte über eine ausreichende Leistungsfähigkeit verfügen, die Haarwurzel permanent zu zerstörend und nicht nur vorübergehend zu schädigen (wie so oft bei Laiengeräten). Haar und Wurzel können mit den meisten Geräten nur zerstört werden, wenn das Haar sich in der nachwachsenden Phase befindet. In den anderen Phasen weist das Haar zu wenig Pigment auf, bzw. es ist kein Schaft vorhanden und die Geräte vermögen es nicht ausreichend Energie in die Haarwurzel zu bringen ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. Die Haarentfernung kann nur funktionieren, wenn das Haar dunkler ist als die umgebende Haut. Aus diesem Grunde sollten Sie auch vor und während einer Behandlung Sonne meiden (Solarium und Bräunugsmodulatoren mit eingeschlossen), um ein Abdunkeln der Haut zu vermeiden. Helle Haut und dunkle Haare bringen somit das beste Ergebnis. Die Diodenlaser wurden von Grund auf für effektive dauerhafte Haarentfernung entwickelt. Sie weisen eine extrem hohe Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit auf. Die neue Technologie ermöglicht eine große Bearbeitungsfläche kombiniert mit schneller Pulsfrequenz und praktischer Nebenwirkungsfreiheit.

Zeitraum

Das Wachstum der Haare ist an einen natürlichen Zyklus gebunden, dessen durchschnittliche Dauer, abhängig vom Körperareal, 6-8 Wochen beträgt. Das heißt alle 6-8 Wochen befindet sich ein Teil der Körperhaare in der empfindlichen Wachstumsphase und kann durch den Laser erfasst und entfernt werden. Dies macht mehrere Behandlungen notwendig. Sollten die folgenden Behandlungen jedoch nicht nach 6-8 Wochen wahrgenommen werden können, sondern erst beliebig später, führt dies zu keiner Verschlechterung des Behandlungsergebnisses.

Wellenlänge

Die einzelnen Laser/Lichtquellen unterscheiden sich wesentlich in ihrer Wellenlänge und sind deshalb grundsätzlich für verschiedene medizinische Indikationen entwickelt worden. Die Wellenlänge ist wichtig bei der dauerhaften Haarentfernung, da man eine hohe Wellenlänge benötigt um tief in die Haut einzudringen und die Haarfollikel dort zu zerstören. Die Diodenlaser wurde speziell für die dauerhafte Haarentfernung entwickelt und besitzen eine hohe Arbeitswellenlänge und einen perfekten Energiebereich um optimale Ergebnisse zu erzielen. Kürzliche Studien haben bestätigt, dass längere Pulswellen effektiver bei der Haarentfernung sind, mit weniger Nebenwirkungen. Gerade bei dunkler Haut sind solche Pulswellenlängen sehr effizient.

Größe des Bearbeitungsareals

Auch hier unterscheiden sich die Laser/Lichtquellen Systeme wesentlich. Die meisten Laser werden für spezielle medizinische Indikationen verwendet und sind nicht für die großflächige Anwendung auf der Haut geeignet, da die Bearbeitungsfläche des Laserkopfes sehr klein ist. Dies macht eine Haarentfernung sehr zeit- und kostenaufwendig. Systeme mit großen Handstücken, oder einer schnellen Pulsfrequenz gewährleisten eine effiziente und großflächige Therapie des zu behandelnden Areals.